Von insgesamt 8 Nationalparks befinden sich sogar 7 direkt am Meer oder in der unmittelbaren Nähe vom Meer. Der achte Nationalpark, Plitvicer Seen, ist von der Küste weniger als 200 Kilometer entfernt. Die Inselgruppe Brijuni, die sich neben der Westküste Istriens befindet, umfasst 2 größere und 12 kleinere Inseln. Der andere Inselnationalpark, Kornati, ist die am meisten gegliederte Inselgruppe im ganzen Mittelmeerbereich. Der Nationalpark Mljet ist für zwei Seen bekannt, dem Grossen und dem Kleinen See. Die Nationalparks Nordvelebit, Paklenica und Risnjak sind für Bergsteiger, Spelälogen, Botaniker und Alpinisten besonders anziehend und der Flussnationalpark Krka befindet sich am schönsten kroatischen Karstfluss.
In Kroatien gibt es momentan 10 Naturparks, von denen sich 5 an der Küste befinden. Der Naturpark Biokovo befindet sich auf dem gleichnamigen Berg über die Riviera von Makarska und ist ein beliebtes Ziel von Botanikern, Radfahrern und Bergsteigern. Der Naturpark Telašćica, der sich am Eingang in den Nationalpark Kornati befindet, ist eigentlich eine Bucht mit einer hohen senkrechten Klippe, auf deren Spitze sich ein großer salziger See befindet. Der Naturpark Velebit in der Nähe der Riviera von Zadar zieht Speläologen an, wie auch alle, die einen aktiven Urlaub bevorzugen. In der Nähe von Zadar ist auch der größte kroatische See - Vransko jezero. Über Opatija befindet sich der Berg Učka, ein Naturpark, der sich in einem für heilende Klimacharakteristiken Gebiet befindet.
Kornati
Der zweite Inselnationalpark, Kornati, ist die am meisten gegliederte Inselgruppe im Mittelmeerbereich mit sogar 140 unbewohnten Inseln, Inselchen und Felsen und zugleich ein Paradies für Nautiker, moderne Robinsons und Taucher. Wenn Sie Kornati besuchen, bringt Sie vielleicht im ersten Moment der Zusammenprall vom scharfen weißen Karst und vom beruhigend blauen Meer, das unzählbare Geheimnisse seiner Bewohner verbirgt, in Verwirrung. Nachdem Sie aber dieses Naturphänomen kennen lernen, werden Sie begreifen, dass sie sich eigentlich hervorragend ergänzen. "Die Kronen" von Kornati sind zugleich auch das bekannteste Phänomen im Park. Diesen schönen Namen haben die weißen senkrechten Klippen bekommen, die zum offenen Meer schauen. Diese Kronen sind Zeugen, aber auch das schönste Ergebnis langer geologischer Prozesse, die sie geduldig und sorgfältig geformt haben. Sie sind sicher daran interessiert, ob in der Vergangenheit auf Kornati Menschen gelebt haben. Besichtigen Sie illyrische Grabstätten und Siedlungen, die die ältesten Bauwerke auf den Inseln sind und die sich auf den Hügeln auf den Inseln Kornat und Žut befinden. Aus der byzantinischer Zeit stammt die Festung Tureta auf der Insel Kornat, für die angenommen wird, dass sie im 6. Jahrhundert errichtet wurde, und deren Zweck war, die Schiffe auf ihrer Fahrt an der zu dieser Zeit ziemlich unsicheren Adria zu beschützen und zu befolgen. Auch der Besuch zum Salzwerk in Lavsa, beziehungsweise zu den Überresten dieses heute überschwemmten Salzwerks wird sicher interessant sein, wie auch der Besuch zur Insel Vela Panitula, auf der am Anfang des 16. Jahrhunderts ein venezianisches Kastell gebaut wurde.
Brijuni
Die Inselgruppe Brijuni, die sich bei der Westküste Istriens befindet, umfasst 2 größere und 2 kleinere Inseln, auf denen schon seit der Antike die am meisten geehrten und die reichsten Menschen ihren Urlaub verbracht haben. Wie auch der größte Teil der adriatischen Küste, stellen auch Brijuni eine ideale Mischung aus Naturschönheiten und Kulturerbe dar. Die günstige Lage dieser Inselgruppe wurde schon in der Vorgeschichte erkannt, was zur geschichtlichen Entwicklung auf dieser relativ kleinen Fläche geführt hat. Wenn Sie Brijuni besuchen, können Sie geschichtliche Spuren auf Schritt und Tritt erkennen. Auf den Inseln gibt es, nämlich, etwa hundert Lokalitäten und archäologische und kulturgeschichtliche Schätze, die noch aus der Jungsteinzeit datieren. Auf die Verbindung von türkisblauem Meer und erfrischend grünen Inseln kann jeder stolz sein. Kulturdenkmäler sind Zeuge vergangener Zeiten. Weiße istrianische Steine, die auf den Inseln und an den Stränden zu sehen sind, betonen, wie eine Perlenkette, die Schönheit der Inselgruppe.
Mljet
Die adriatische Insel mit am meisten Grün, die auch ein Nationalpark ist, befindet sich südwestlich von Dubrovnik. Die Insel ist für zwei Seen, den Grossen See und den Kleinen See, wie auch für einzigartige mediterrane Steineichenwälder bekannt. Das Hauptmotiv dafür, dass die Insel zum Nationalpark erklärt wurde, ist die spezifische Gegliedertheit der Küste, wie auch eine üppige Pflanzenwelt, beziehungsweise das Waldreichtum. An der südlichen Seite der Insel zieht sich das Meer in Form einer kaum bemerkbaren Meerenge in die Insel ein und bildet so den Grossen See und dann mit einer noch schmaleren Meerenge den Kleinen See. Obwohl das Wasser in ihnen salzig ist, werden sie als Seen wahrgenommen. Sie sind reich an verschiedenen Muschelsorten (Miesmuscheln, Stechmuscheln, Archenmuscheln und Austern) und das in diesen Seen zu findende Plankton wurde schon zum Hauptthema zahlreicher wissenschaftlicher Studien. Sie können auf den Felsen im offenen Meer oder aber im salzigen Wasser des Grossen Sees schwimmen und Bläue genießen. Schwimmen können Sie auch wenn Sie die Insel im Frühling oder im Herbst besuchen, da der Kleine See wärmer als der Grosse See und das Meer ist. Sie können auch lange Spaziergänge durch dichte Kiefernwälder genießen. Vielleicht begegnen Sie auch einem Mungo, einem ungewöhnlichen kleinen Tier, das die Insel vor Schlangen schützt.
Krka
Dieser Flussnationalpark befindet sich auf dem schönsten Karstfluss, nämlich auf dem Fluss Krka. Dieser Fluss stellt ein besonderes Karstphänomen dar, da er auf seinem Weg in Richtung Meer zahlreiche Seen, Wasserfälle und Flussschnellen formt. Die eindruckvollsten und am meisten besuchte Wasserfälle sind Skradinski buk und Roški slap. Der Wasserfall Roški slap ist leicht zugänglich und kann im Laufe des ganzen Jahres besucht werden. Ab diesem Wasserfall verwandelt sich der Fluss Krka wieder in den länglichen Visovac See. In der Mitte dieses Sees befindet sich die Insel Visovac, nach dem auch der See genannt wurde, auf der sich eine Kirche und ein Franziskanerkloster befinden, die dieser Landschaft eine besondere geheimnisvolle Atmosphäre verleihen. Die Insel haben zuerst Augustiner (Eremiten) im 14. Jahrhundert besiedelt, die hier ein Kloster und eine Kirche gebaut haben. Skradinski buk zählt zu den schönsten Wasserfällen mit Rauhwackenstruktur in Europa. Der Wasserfall kann im Rahmen eines Spazierganges über verschiedene Brücken und Pfade beobachtet werden.
Risnjak
Der Nationalpark Risnjak, der sich in Gorski kotar befindet, hat den Namen nach dem Luchs („ris“) bekommen, einer Wildkatzenart, die bedroht ist und so unter einem besonderen Schutz steht. Hier können Sie auch Edelweiße sehen, eine geschützte Blumensorte, die in diesem Park wächst. Wenn Sie Lehrpfade im Park spazierend erforschen, lernen Sie zahlreiche Pflanzenarten kennen und genießen zugleich frische Luft. Den Nationalpark Risnjak finden Bergsteiger, Speläologen und Biologen besonders anziehend, aber auch alle "gewöhnliche" Liebhaber der Natur. Gerade für diese Naturliebhaber wurden Lehrpfade eingerichtet, damit sie auf eine leichte, einfache und spaßhafte Weise, die Naturschönheiten von Risnjak kennen lernen können. Nach einem Spaziergang durch den Nationalpark können Sie sich auch zu einer Erforschungstour durch Wälder begeben, die sich in der Umgebung befinden und die eines Besuchs auf jeden Fall wert sind. Außer einer Menge frischer Luft können Sie in diesen Wäldern auch prachtvollen Duft der Nadelbäume genießen.
Paklenica
Der Nationalpark Paklenica umfasst einen kleinen aber sehr wichtigen Teil des Berges Velebit, auf dem sich zwei Schluchten, Velika und Mala Paklenica befinden. Es handelt sich um einen der schönsten und reichsten Teile Velebits, der mit seiner Schönheit zahlreiche Bergsteiger anzieht. In der Schlucht Velika Paklenica befindet sich der größte Fels, Anica kuk, der unter Alpinisten besonders beliebt ist. Im ganzen Nationalpark gibt es mehr als 400 Punkte, die sich für das Klettern eignen, und zwar mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden, so dass jeder etwas für sich finden kann. Im Nationalpark Paklenica leben auch zahlreiche Tierarten, unter denen auch Gänsegeier, eine von den geschützten Vogelarten, aber auch Bären, Wildschweine, Wildkatzen, Luchse, wie auch eine große Anzahl an zarten Schmetterlingen. Eine Kombination von Bergsteigaktivitäten, die sich Ihnen im Park bieten, und von wunderschöner Natur und Tierwelt begeistert alle Besucher dieses Nationalparks.
Nordvelebit
Der Nationalpark Nordvelebit befindet sich in einem gebirgigen Gebiet, genauer gesagt auf dem Berg Velebit, der eine Grenze zwischen kontinentalen und mediterranen Klimaeinflüssen in Kroatien darstellt. Der Park ist unter Bergsteigern, Speläologen und allen Naturliebhabern besonders beliebt, während ihn erfahrene Alpinisten für einen richtigen Juwelen halten. Durch den Park führen zahlreiche Bergsteigerpfade. Der bekannteste Pfad ist der Pfad von Premužić, der durch die schönsten und die interessantesten Teile von Nordvelebit führt. Von den Bergspitzen bietet sich eine wundervolle Aussicht auf die Adria und auf die Inseln. In der Vergangenheit hat es auf diesem Gebiet mehr Einwohner gegeben, worüber zahlreiche Überreste alter Häuser der Viehzüchter berichten. An der mediterranen Seite von Velebit ist die Bucht Zavratnica, ein geschwemmtes Tal, das zugleich auch das schönste Detail an der Küste unter Velebit ist.
Plitvicer Seen
Eine Kombination von kontinentalem und mediterranem Klima hat dafür gesorgt, dass Sommer im Nationalpark Plitvicer Seen angenehm warm und Winter reich am Schnee sind. Frühlingsgrün und herbstliche Farbpalette ziehen auch schon seit vielen Jahren zahlreiche Besucher an. So sind Plitvicer Seen eine Destination, die das ganze Jahr hindurch eines Besuchs wert sind, und die Ihnen jedes Mal den Eindruck verleihen, dass das Ihr erster Besuch ist. 16 blaugrüne Seen, die untereinander verbunden sind, machen ein einzigartiges Bild aus, das von der Natur geschöpft wurde. Die Seen werden untereinander mit Wasserfällen verbunden. Am besten können Sie die kennen lernen, indem Sie über zahlreiche kleine Brücken und Wege spazieren gehen, oder sich für eine romantische Bootfahrt entscheiden. Eins der Phänomene der Plitvicer Seen sind auch die Durchsichtigkeit und die Kristallklarheit der Seen, die Ihnen ermöglichen, auch bis zu 8 Meter Tiefe zu sehen.
Kopački rit
Dieser Naturpark, der sich in der Nähe von der Mündung der Drau und direkt an der Grenze zu Serbien befindet, ist eins der wichtigsten, größten und attraktivsten bewahrten Sumpfgebiete in Europa. Der Park besteht aus zahlreichen Flussarmen und Seen in der Nähe von der Donau. Ein Teil von Kopački rit steht als ein spezifisches zoologisches Reservat unter besonders strengem Schutz. In diesem Teil ist eine große Anzahl an Vogelarten zu finden. Einige von diesen Vögeln nisten dort und einige halten sich hier nur zeitweilig auf, auf ihrer Reise aus nördlichen, kalten Gebieten nach südlicheren, wärmeren Gebieten und umgekehrt. Im Wasser gibt es etwa 40 Fischarten und im trockenen Teil können Sie verschiedene Säugetiere (Hirsche, Rehe, Wildschweine, Wildkatzen, Edelmarder, Wiesel, Fischottern u.a.) sehen. Den Park können Sie in Begleitung eines Touristenführers mit einem Panoramaboot, mit einem Boot, mit einem pferdegezogenen Wagen oder zu Fuß besichtigen. Es besteht auch die Möglichkeit, eine Bewilligung für das Aufnehmen von Tieren, insbesondere Vögeln zu bekommen. Ein Teil von Kopački rit steht unter einem nicht so strengen Schutz und ist für Jäger und Angler offen.
Papuk
Papuk befindet sich in der Nähe von Požega, an der nördlichen und nordwestlichen Grenze des Tals von Požega und ist ein Teil des slawonischen Gebirges dessen höchste Gipfel Papuk ist. Für das Gebiet des Parks sind wunderschöne Waldlandschaften charakteristisch. Im Park gibt es zahlreiche Plätze, die Sie keinesfalls verpassen sollten: von geologischen Besonderheiten, in botanischer Hinsicht interessanten Teilen, geschichtlichen Bauwerken bis zu den archäologischen Fundorten. Der Naturpark Papuk ist das ganze Jahr hindurch für Besucher geöffnet. Er bietet unterschiedliche rekreative Möglichkeiten und ist für einen aktiven Urlaub wie geschaffen (Bergradfahren, Bergklettern bzw. Spaziergänge durch zu allen Jahreszeiten attraktive Gebiete). Bergsteigen können alle, ohne Rücksicht auf das Alter, denn alle Gipfel im Rahmen des Naturparks Papuk sind bis 1000 Meter hoch. Im Sommer stehen den Besuchern Schwimmbäder mit Thermalwasser zur Verfügung (Thermalbäder “Toplice” in der Nähe des Ortes Velika) und alle, die Schnee und Wintersporte mögen, können auf dem Skiplatz "Nevoljaš" auf ihre Kosten kommen.
Medvednica
Medvednica befindet sich in der unmittelbaren Nähe vom nördlichen Teil von Zagreb. Der höchste Gipfel heißt Sljeme. Es kommt sehr selten vor, dass eine europäische Metropole in der Umgebung einen solchen Naturpark hat. Den Bergfuß von Medvednica kann man aus verschiedener Teile von Zagreb mit dem Auto, mit der Straßenbahn oder mit dem Bus erreichen und bis zum Gipfel Sljeme kommt man zu Fuß oder mit der Seilbahn. Gut bewahrte Wälder von Medvednica sind das wichtigste rekreative Gebiet von Zagreb. Außer mit der Möglichkeit, durch Wälder spazieren zu gehen, zieht Medvednica Besucher auch mit mehreren schönen Grotten an, unter denen die interessanteste Veternica ist, die zugleich eine von den größten Grotten in Kroatien ist. Bei der mittelalterlichen Festung Medvedgrad steht das “Heimatsaltar”, das zum Andenken an alle, die für Kroatien gefallen sind, eingerichtet wurde. Im Winter dauert der Schneemantel durchschnittlich 100 Tage und besonders dick ist er im Februar. Im Frühling und im Sommer gibt es auf Medvednica viel mehr Sonne als in Zagreb und in Zagorje, so dass es dann am meisten Ausflügler gibt.
Lonjsko polje
Lonjsko polje ist ein Teil des Tals zwischen dem Fluss Sava und dem Berg Moslavačka gora, der sich teilweise um den Fluss Lonja befindet und von Sisak etwa 30 Kilometer entfernt ist. Lonjsko Polje ist das größte Überschwemmungsgebiet nicht nur in Kroatien, sondern auch in ganzem Zusammenfluss der Donau. Für Lonjsko Polje ist eine besonders reiche Pflanzen- und Tierwelt charakteristisch, wie auch interessante Architektur der für das Gebiet Posavina typischen Holzhäuser, die wegen ihrer Schönheit, ihrer Vielzahl und auf Grund davon, dass sie besonders gut bewahrt sind, ein richtiges Denkmal architektonisches Erbes sind. Einige Teil innerhalb des Naturparks (das ornithologische Reservat Krapje Đol) stehen unter einem noch strengeren Schutz. Sumpfwiesen, Eschen-, Weiden- und Pappelwälder in diesem Reservat sind für das Nisten der Enten sehr wichtig. In den überschwemmten Eichenwäldern und auf den Wiesen von Lonjsko Polje können seltene europäische Tiere (Seeadler und Schlangenadler, Fischreiher und Seidenreiher, schwarzer Storch u.a.) gefunden werden. In diesem Überschwemmungsgebiet, in dem sich hohes Wasser auch bis sechs Monate lang aufhält, ist eine der größten Laichstellen von Karpfen in Europa.
Žumberak
Das hügelige Gebiet des südlichen Teils vom Gebirge Žumberačko gorje wurde im Jahr 1999 zum Naturpark erklärt. Der Naturpark ist etwa 30 Kilometer von Zagreb in Richtung Südwesten entfernt. Den Namen hat er nach der alten Stadt Žumberak bekommen, die im Jahr 1793 in Flammen aufgegangen ist und deren Überreste über dem gleichnamigen Dorf sind. Das geschützte Gebiet des Parks umfasst das abgetrennte Gebirgsgebiet von Žumberačko und Samoborsko gorje. Das ist ein Karstgebiet (Grotten, Bergklüfte, unterirdische Karstflüsse) mit Buchen- und Kastanienwäldern. Für das Gebiet des Naturparks sind zahlreiche am Wasser reiche Quellen charakteristisch. Archäologische Erforschungen haben gezeigt, dass dieses Gebiet seit der Steinzeit bis heute dicht bewohnt war. Das älteste bewahrte architektonische Erbe datiert aus dem 13. Jahrhundert. Im Naturpark können zahlreiche Pflanzen- und Tierarten gesehen werden. Man kann sogar großen Raubtieren begegnen, wie es Bären und Wolfe sind. Von den Vögeln sollte vor allem Hühnerhabicht (“jastreb”) hervorgehoben werden, nach dem auch die Stadt Jastrebarsko genannt wurde.
Ucka
Der Naturpark Učka umfasst das Gebirgsmassiv Učka und einen Teil von Ćićarija. Der Park ist 160 km2 groß und befindet sich an der östlichen Seite der istrianischen Halbinsel. Der höchste Gipfel von Učka ist Vojak, auf dem sich auch ein Turm befindet, der heute als Aussichtspunkt und Souvenirladen gebraucht wird. Vom Aussichtsturm bietet sich die Aussicht, die Sie außer Atem bringt: die Inseln Krk, Lošinj und Cres, Gorski kotar und die Halbinsel Istra. Učka hat eine reiche Flora und Fauna. Vor allem sollten endemische Arten wie eine besondere Art von Glockenblumen (lat. Campanula tommasiniana) und seltene Gängegeier hervorgehoben werden. Auf jeden Fall sollten auch hundertjährige Maronenwälder, Buchenwälder und verschiedene Heilkräuter- und Früchtearten erwähnt werden. Geschichtliches Erbe ist ein Zeichen dafür, dass diese Gebiete seit der Vorgeschichte bewohnt sind. Auf alle abenteuerlustige Besucher warten im Park verschiedene Inhalte: unterschiedliche Wege für das Bergradfahren, Felsen für das Bergklettern (besonders beliebt ist Vela Draga), Drachenfliegen, einfaches Trekking, wie auch Reiten in frischer Luft und in wunderschönen Landschaften.
Telaščica
Der Naturpark Telašćica befindet sich am Eingang in den Nationalpark Kornati. Telašćica ist eine enge Bucht mit einer 100 Meter hohen senkrechten Klippe, auf deren Gipfel sich ein See mit Salzwasser befindet. Bis zum Jahr 1988 war Telašćica ein Teil des Nationalparks Kornati. Heute ist Telašćica ein Naturpark an der südöstlichen Seite der Insel Dugi otok mit dem höchsten Punkt Grpašćak und dem Salzwassersee Mir. Telašćica ist eine von den schönsten und größten Buchten an der Adria. Für alle Boote ist diese Bucht ein guter und sicherer Zufluchtsort. Die nordöstliche Seite der Bucht ist ganz kahl, ohne irgendwelche Vegetation und die südwestliche Seite ist mit dichten Kiefern-, Oliven- und Feigenwäldern bewachsen. Eine besonders interessante Erscheinung ist die Tatsache, dass sich die Höhe der Ebene vom See Mir auf Grund der Änderung der Höhe der Meeresebene verändert. Die Höhe der Ebene des Sees verändert sich zwar mit einer gewissen Verspätung im Vergleich zu den Gezeiten. Das Gebiet in der Nähe von Telašćica war schon von alters her bewohnt, was auch die Überreste, die aus dem Zeitraum vom Paläolithikum bis heute stammen, beweisen (Überreste bei dem Ort Sali, römische Überreste in Mala Proversa, altkroatische vorromanische Kirchen in Dugopolje). Die Tierwelt ist auch sehr reich. Im Unterwasserbereich leben etwa 250 verschiedene Pflanzenarten und etwa 300 unterschiedliche Tiere, wie zum Beispiel Schwämme und seltene rote Korallen.
Vransko jezero
Vransko jezero ist ein Naturphänomen und der größte Natursee in Kroatien. Er befindet sich zwischen zwei geschichtlichen Städten – Zadar und Šibenik und ist nur einige Kilometer von Biograd entfernt. Der See und seine Umgebung wurden im Jahr 1999 zum Naturpark. Es handelt sich eigentlich um ein überschwemmtes Karstfeld. Der See wird mit dem Wasser aus einigen kleineren Quellen versorgt. Vransko jezero hat zahlreiche Besonderheiten. Ein Teil des Sees steht als ornithologisches Reservat (seit dem Jahr 1983) unter Schutz und der ganze See wurde zu einem in ganz Europa für Vögel wichtigen Gebiet (Important Bird Area - IBA), laut den Kriterien der Europäischen Union. Vransko jezero hat wegen seiner natürlicher Werte schon seit je Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Archäologische Überreste in der Lokalität „Crkvine“ und auf anderen Stellen in der Umgebung des Sees zeugen über Beständigkeit einiger römischer Bauerngüter. Römische Überschriften, die auf der Trasse eines römischen Aquäduktes gefunden wurden, beweisen eine große wirtschaftliche Aktivität des Römischen Kaisertums auf diesem Gebiet. Das Aquädukt der römischen Baumeister, das vom Ort Vrana bis Zadar verläuft, hat nicht nur Zadar, sondern auch alle Bauerngüter, die in seiner Nähe waren mit Wasser versorgt.
Biokovo
Der geschützte Naturpark Biokovo befindet sich auf dem Berg Biokovo. Der Berg selbst steht wie eine große Mauer über der Riviera von Makarska. Dieser karstige Küstenteil mit einzigartigen natürlichen Charakteristiken ist an tiefen Gruben, Grotten, Bergklüften und Buchenwäldern reich. Einige von diesen Gruben sind so tief, dass in ihnen sogar während der Sommerhitzen Schnee und Eis zu finden sind, die einst für die Aufbewahrung von Lebensmitteln benutzt wurden. Besonders interessant für eine touristische Besichtigung sind der botanische Garten und die Gipfel Vošac und Sv.Jure, die man mit einer Straße erreichen kann. Alle Sportliebhaber können Fahradfahren, Bergsteigen, Reiten und zahlreiche andere Aktivitäten genießen und allen Besuchern, die sich nach richtigem Abenteuer sehnen, bietet sich die Möglichkeit, Gleitschirmfliegen zu probieren. Der botanische Garten befindet sich über dem Dorf Kotištine. Sv. Jure ist der höchste Gipfel von Biokovo. Den Gipfel kann man mit dem Auto erreichen, was ihn besonders attraktiv und leicht zugänglich macht. Hier wird jedes Jahr, am letzten Samstag im Juli eine Wallfahrt organisiert. Vom Gipfel bietet sich eine wunderschöne Aussicht auf die Riviera von Makarska und auf mitteldalmatinische Inseln. Bei besonders heiteren Tagen können sogar die Gipfel des italienischen Bergmassivs Appennini gesehen werden.
Velebit
Velebit wurde zum Naturpark wegen einer ganzen Reihe Natursehenswürdigkeiten erklärt, nämlich wegen ungewöhnlicher Felsen, Schluchten, tiefer Gruben und Grotten und wegen zahlreicher endemischer Sorten. Die Tatsache, dass es auf Velebit zwei Nationalparks gibt, verleiht Velebit den Namen „der Park der Nationalparks“. Im Jahr 1978 wurde Velebit in das Weltnetz der Biosphärereservate eingetragen ("Programm Mensch und Biosphäre", UNESCO). Auf dem Gebiet von Velebit sind zahlreiche endemische Pflanzen- und Tierarten zu finden. Velebit ist auch an Grotten reich, unter denen die bekanntesten Cerovačka Spilja in der Nähe von Gračac und Paklenica bei Starigrad sind. In Vergangenheit hatte dieses Gebiet mehr Einwohner, die viele Spuren hinterlassen haben, und zwar in Form zahlreicher Überreste von Viehzüchternhäusern, sakralen Objekten und Kulturdenkmälern. Heute zeugen diese Objekte über das Leben in der Vergangenheit, über Sitten und Bräuche und über Kultur der Einwohner auf diesem geheimnisvollen Berg. Durch den Park führen zahlreiche Bergsteigerpfade, unter denen der Pfad von Premužić der bekannteste ist. Von den Berggipfeln bieten sich wunderschöne Aussichten auf die Adria und auf die Inseln. Im Park bietet sich die Möglichkeit, sich mit Rafting (auf dem Fluss Zrmanja), mit Bergsteigen, Sportangeln oder Bergklettern zu beschäftigen.
Lastovo
Die Inselgruppe von Lastovo wurde im Jahr 2006 zum Naturpark. Um die grüne Insel Lastovo befinden sich kleine Inseln Priježba, Mrčara, Vlasnik, Bratin otok, Kopište und Sušac und an der östlichen Seite die kleine Inselgruppe Lastovnjaci. Die Insel Saplun, die zur Inselgruppe Lastovnjaci gehört, ist für Sandbuchten bekannt. Sušac ist die größte und die entfernteste Insel in der Inselgruppe von Lastovo. Es ist interessant, dass auf dieser Insel nur eine Leuchtturmwärtersfamilie und ein Hirt mit etwa 300 Schafen und etwa 50 Ziegen leben. Lastovo ist eine Insel, die für alle, die Natur, Fischfang und traditionelles kroatisches Essen mögen wie geschaffen ist (Lastovo ist für Hummer und Weine bekannt). Besonders schön ist auch die Unterwasserwelt um Lastovo mit vielen Felsenwänden und Grotten. Besonders lebhaft ist es auf Lastovo während des Festivals «Lastovo – Insel der Musik», das jedes Jahr Anfang August statt findet.

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