Durch das Meer vom raschen Wandel der modernen Zeit abgeschnitten, bewahrte
die Insel Lastovo ihre Traditionen und Gebräuche. Die Menschen hier blicken
stolz auf ihre lange Vergangenheit zurück. Hier stellen wir Ihnen lediglich
eine von vielen Besonderheiten dieser Insel vor: den POKLAD, den vier
Jahrhunderte alten Karneval auf Lastovo. Nehmen Sie teil an unserer Geschichte
über Lastovo. Vielleicht entscheiden Sie sich ja dazu, diese Insel noch in
diesem Frühling zu besuchen.
Der Poklad ist der traditionelle Karneval auf der Insel Lastovo. Wie jeder
Karneval hängt er mit jenem Zeitraum zusammen, in dem wir den Frühling
erwarten, wenn ein neuer Lebenszyklus die eingespielte Ruhe ablöst. Die
Wurzeln aller Formen des Karnevals reichen bis zu den römischen dionysischen
Feierlichkeiten herab, mit denen die Fülle des Lebens verehrt wurde, das
Erwachen der Kräfte der Natur und die Geburt des Frühlings. In der
christlichen Welt wird der Karneval als Gegensatz zur darauf folgenden
Osterzeit begriffen, in der die Gläubigen durch Fasten die Demut ihrer Seelen
stärken.
Die Ursprünge des Poklads auf Lastovo sind mit einem konkreten Ereignis in der
Vergangenheit verbunden, das durch Symbole und Stilisierungen dem
Karnevalsfeiertag angepasst wurde. Die Überlieferung behauptet nämlich, dass
katalanische Piraten Korcula angegriffen hätten. Die Piraten ließen durch
einen aus Lastovo stammenden Boten den Bewohnern dieser Insel ausrichten, dass
sie sich ergeben sollten, weil sie auch zu ihnen kämen, wenn sie mit den
Einwohnern Korculas abgerechnet hätten. Aber die Bewohner von Lastovo ließen
sich keine Angst einjagen, sie bewaffneten sich stattdessen und gingen selbst
zum Angriff über. Frauen und Kinder baten den heiligen Georg um Hilfe und
wirklich, ihre Gebete erfüllten sich: Ein Sturm vernichtete die Flotte der
Piraten und die Bewohner von Lastovo nahmen den Boten, der ihnen die Nachricht
überbracht hatte, fest, führten ihn zum Spott auf einem Esel durch das ganze
Dorf, um ihn anschließend zu verurteilen und zu verbrennen.
Die Karnevalsfeier besitzt einen präzise ausgearbeiteten Ablauf: Am frühen
Morgen des sogenannten "Fetten Montags", fängt man an, die Karnevalspuppe
herzustellen. Den Körper macht man aus Stroh und Heu, während man die Füße mit
Sand füllt, der vom Dorffriedhof stammt. Dann muss die Puppe bekleidet werden
- man zieht ihr eine rote Uniform an und setzt ihr einen Fes auf, das Gesicht
schwärzt man mit Kohle und in den Mund steckt man eine Zigarette. Nachdem man
die Puppe fertiggestellt hat, sammeln die Verkleideten in den Häusern des
Dorfes Eier und treiben Scherze mit den Hausherrn.
Am nächsten Tag, am Karnevalsdienstag, läutet die Kirchenglocke bereits um 11 Uhr so, als wäre es schon Mittag. Dann hören alle mit ihren Tätigkeiten auf und das ganze Dorf erholt sich von der Arbeit, während die Karnevalisten zur Leier greifen. Von da an wird der Karnevalsumzug bis zum Ende der Feierlichkeiten von Musik begleitet. Die Puppe setzt man auf den allerschönsten Dorfesel und mit einem Fahnenträger begeben sich die Verkleideten zum Vorsitzenden der Gemeinde ( in der Vergangenheit zum Dubrovniker Fürsten), um die Erlaubnis für den Besuch der angesehenen Ortsbewohner zu erhalten. Der Umzug besucht ihre Häuser bis zum Einbruch der Dunkelheit, wenn auf dem Feld in der Nähe der Kirche der Schwertertanz aufgeführt wird. Die Verkleideten tanzen im Kreis und schreien so lange, bis die Puppe aufgespießt und verbrannt wird. Wenn von der Puppe nur noch Asche übrig ist, gehen die Bewohner Lastovos nach Hause und vom Kirchturm wird durch das Läuten der Glocken das Ende des Karnevals verkündet.
Am nächsten Tag, am Karnevalsdienstag, läutet die Kirchenglocke bereits um 11 Uhr so, als wäre es schon Mittag. Dann hören alle mit ihren Tätigkeiten auf und das ganze Dorf erholt sich von der Arbeit, während die Karnevalisten zur Leier greifen. Von da an wird der Karnevalsumzug bis zum Ende der Feierlichkeiten von Musik begleitet. Die Puppe setzt man auf den allerschönsten Dorfesel und mit einem Fahnenträger begeben sich die Verkleideten zum Vorsitzenden der Gemeinde ( in der Vergangenheit zum Dubrovniker Fürsten), um die Erlaubnis für den Besuch der angesehenen Ortsbewohner zu erhalten. Der Umzug besucht ihre Häuser bis zum Einbruch der Dunkelheit, wenn auf dem Feld in der Nähe der Kirche der Schwertertanz aufgeführt wird. Die Verkleideten tanzen im Kreis und schreien so lange, bis die Puppe aufgespießt und verbrannt wird. Wenn von der Puppe nur noch Asche übrig ist, gehen die Bewohner Lastovos nach Hause und vom Kirchturm wird durch das Läuten der Glocken das Ende des Karnevals verkündet.

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